Das Bienenjahr

Das Bienenjahr beginnt im Spätsommer bzw. Herbst des Vorjahres. Da stellt sich das Bienenvolk auf die kalte Jahreszeit um. Die Sommerbienen sind fertig mit arbeiten und gut genährte Winterbienen wurden erzeugt. Ihr Zustand ist entscheidend für eine Überwinterung. 

Die Völker können nicht stärker auswintern, als sie eingewintert wurden. Was (vom Imker) im Spätsommer versäumt wurde, lässt sich im Frühjahr nicht mehr wieder gutmachen.Mit einer volksstarken Auswinterung und der anschließenden erfolgreichen Durchlenzung steht und fällt das ganze Bienenjahr. 

Natürlich ist der Übergang vom "Sommervolk" zum "Wintervolk" ein fließender, wie übrigens auch der Übergang im Frühjahr vom "Wintervolk" zum "Sommervolk".

Die Honigproduktion wird von den fleißigen Bienen erledigt. Sind die Bienenwaben voll mit Honig, wird der Teil vom Imker mit einer Honigschleuder „geerntet“, welche die Bienen zu viel produziert haben. Wie kommt das? Bienen überwintern. Bienen, die im Sommer geboren werden, leben zwar nu60 Tage und arbeiten so lange bis sie an Erschöpfung sterben. Aber die Bienen, die im Herbst geboren werden, leben länger. Sie müssen keine Pollen, Nektar und Wasser mehr sammeln und überwintern bis ins nächste Jahr. (Allerdings nur die Weibchen und die Königin. Alle Männchen / Drohnen werden im August vor die Tür gesetzt und verhungern.) Die Bienen ernähren sich im Winter natürlich von ihrem Honig. Und da sie nicht wissen können, wie hart der Winter wird, produzieren sie immer mehr Honig als sie benötigen. Und diese Überproduktion landet beim Imker. Der Honig wird lediglich geschleudert, aufgefangen und grob gefiltert. Das war es auch schon. Ein Naturprodukt reinster Güte ohne Zusätze.